ZITATE

ZITAT 3.19 – Katharine Hepburn

 

Wunderschönen guten Morgen ihr Lieben!

Die letzten Tage musste ich mich etwas zurückziehen, um mit mir wieder ins Reine zu kommen. Der leicht psychotische Anflug, der mich bei meinem letzten Beitrag begleitet hat ist nun wieder vorbei.

Ich habe viel nachgedacht und nachgesurft über die Liebe. Und da fiel mir folgendes Zitat von Katharine Hepburn in die Hände, das mir sehr gut gefällt:

20190130_katharine_hepburnEs ging mir sehr viel über dieses Thema durch den Kopf. Die Scheidung von meinem Mann hat ihre Spuren hinterlassen. Dennoch möchte ich nicht in Unfrieden mit meiner Vergangenheit leben und die Liebe an sich verdammen. Wie Frau Hepburn schon sagt, ist die Bereitschaft zu geben ein Schlüssel zur Liebe.

Wichtig finde ich dabei, dass man in einer Beziehung nicht nur der Gebende ist. Meine Großmutter väterlicherseits sagte schon treffend: „Wenn jeder die Hälfte nachgibt, trifft man sich in der Mitte.“

Sie konnte sich sehr grämen, wenn sich zum Beispiel das Nachbarehepaar stritt. Und wenn sie dann wieder Hand in Hand am Haus zum Kirchgang vorbeizogen, freute sie sich mit ihnen ungemein. Sie war überhaupt sehr mitfühlend und hatte immer was zu geben. Ich werde nie ihr feines Lächeln und die freudigen Augen vergessen, wenn mein Vater und ich sie besuchten.

Nun wünsche ich euch allen einen Tag voll Liebe und Glück.
Alles Liebe
von Eurer
Sophie


ZITATENSAMMLUNG


 

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KURZE ZEILEN

KURZE ZEILEN 1.18 – Ich geh‘ einfach

 

Ich geh einfach
aus dem Dach
der Manipulation
es reicht schon.

Ich geh einfach
mach meine Sach‘
weg von dir
hin zu mir.

Ich geh einfach
und ich lach‘
über mich
und über dich.

Ich geh einfach
ohne Sach‘
weg von Hieben
hin zum Lieben.

Ich geh einfach
ohne Rach‘
ohne Sach‘
und ohne Krach.

 

© Sophie Atheo

KURZE ZEILEN 2.18 – Neuanfang


 

OHRENSESSEL-GEDANKEN

OHRENSESSEL-GESCHICHTE 7.18 – Verlust

20180221_verlust_gedichtsausschnitt_r1Es ist vierzehn Uhr und Sophie sitzt in ihrem Ohrensessel. Vor sich und auf dem Glastischchen neben dem Ohrensessel liegen so an die hundert Papierblätter und Papierblättchen, zum Teil vergilbt, die anderen wieder schneeweiß, wieder andere blau liniert, grau kariert, oder auch ganz rot mit Halbzentimeterlinien geprägt. Jahrelang hatten sie einer Aufarbeitung geharrt und jetzt war diese Zeit gekommen.

Was haben alle aber gemeinsam? … Sie sind mit Wörtern, Sätzen, Satzgebilden und Buchstabenreihen versehen.

Da findet sich eine kindliche Handschrift, dort das Schriftbild einer alten Schreibmaschine mit dem „fliegenden“ Buchstaben ‚e‘ und ganz oben auf dem Stapel die Elefantenpapierrolle mit den handgeschriebenen Frakturbuchstabenfolgen. Ganz unten lugt ein A-Fünf-Notizbüchlein hervor. Als sie es in ihre Hände nimmt und aufschlägt, steht da in roter Schreibschrift, aufgeteilt auf zwei Seiten, Folgendes geschrieben:

Verlust

Dahin.
Wo hin?
Verloren,
weg,
Wertverlust!

Welt vor dir,
Welt neben dir,
Welt hinter dir,
Welt fort, weg,
Weltverlust!

Liebe da,
Liebe nah,
voll Liebe,
Vorliebe,
Liebe danach,
Liebe von dannen, weg,
Liebeverlust!

Freude innen,
Freude außen,
Freude draußen,
Freude verstorben,
weg, Freudverlust!

Freunde haben,
Freunde fühlen,
Freund lieben,
lieben Freund verloren, weg,
Freundverlust!

Leben intensiv,
Leben schön,
… nicht schön,
bedauerlich.
Freude, Freund,
Leben, Liebe,
Welt, Wert.
Fort!
Menschverlust!

Und da steht dann auch noch, dass dieses Gedicht von Sophie geschrieben wurde und zwar im Jahr 1990. Oh, war das lange her, fast dreißig Jahre. Ja, damals war sie ein komplett anderer Mensch gewesen, und sehr jung war sie noch.

Das Leben hatte sie geprägt … in beide Richtungen, positiv und auch nicht so gut … weiß sie heute.

Sie erinnert sich noch genau an den Moment, als sie diese Zeilen verfasst hatte. Damals hatte sie gerade eben eine ganz liebe und enge Freundin verloren. Sophie glaubte, alles richtig gemacht zu haben.

Der Meinung ist sie heute nicht mehr und es tut ihr jetzt sehr leid.

Traurig geworden, legt sie alle Zettel und das Büchlein wieder zurück in die Schachtel, aus der sie sie genommen hatte.

„Morgen mache ich weiter“, denkt sie…


OHRENSESSEL-GESCHICHTE 6.18 – Der Schneemann

OHRENSESSEL-GEDANKEN 8.18 – Dankbar


© Bild und Text Sophie Atheo