OHRENSESSEL-GEDANKEN

OHRENSESSEL-GEDANKEN 14.18 – Idylle im alten Bauernhaus mit Seeblick

Schön warm ist es im Auto als mein Bruder und ich ankommen beim alten Bauernhaus meiner Schwester. Aus dem Autofenster sehe ich direkt durch das kleine Fenster in die Küche. Meine Schwester bereitet grade im Halogenlicht das köstliche Mahl zu, wozu sie und mein Schwager uns einluden.

Die kühle Nachtbrise weht uns um die Ohren als wir aussteigen. Festgemauert steht es da in der tiefschwarzen Nacht … das Bauernhaus. Wir gehen zum Rand des Abhangs hin. Die Lichter des kleinen Ortes blinzeln zu uns herauf und am Lichterbogen kann man den See vermuten. Mondlicht würde uns jetzt mehr sehen lassen, aber es ist dunkel und wolkenverhangen.

Wir drehen uns um. Einladend ist der warme Lichterschein, der durch das Fenster der Haustüre fällt. Fröstelnd huschen wir zur Türe und treten gleich ein. Mein Schwager kommt aus der Tür links vom Eingang und begrüßt und herzlich. Wohlige Wärme strömt aus dem Zimmer. Wir umarmen uns so, als hätten wir uns jahrelang nicht gesehen. Ein bisschen stimmt das auch, es ist erst ein paar Tage her, dass ich die beiden nach längerer Zeit wieder umarmen durfte. Mein Herz hüpft vor Freude darüber, dass wir Geschwister und mein Schwager wieder einmal an einem Ort sind und ein bisschen Zeit miteinander verbringen können. Plötzlich fühle ich mich sowas von daheim, dass ich meine Tränen kaum zurückhalten kann. Mit viel Lachen überspiele ich meine tiefe Gefühlsregung. Fast schon zu viel. Aber es scheint doch niemand bemerkt zu haben und darüber bin ich froh.

Wir treten ein in den Raum rechts neben der Haustüre – das Esszimmer mit einem schön gedeckten Tisch erwartet uns schon. Hinter diesem Zimmer geht’s in die Küche. Da kommt meine Schwester und umarmt uns ebenso liebevoll wie der Schwager zuvor und heißt uns willkommen. Dann sagt sie meinem Bruder er solle mir das Haus zeigen.

Zuerst schauen wir hinter der Küche in die „Garage“. Mein Blick wandert von den beiden Autos die hintereinander da geparkt sind bis hinauf in den obersten Winkel des Hausgiebels. Erstaunlich für mich ist die Verwandlung einer einst sicher mit Tieren und Heu voller Tenne, wo jetzt Krimskrams und die Autos stehen.

Wieder zurück zeigt mir mein Bruder das Wohnzimmer, das Zimmer links neben der Haustüre. Das war sicher früher die „Stube“. Eine Couch, zwei Ohrensessel und ein sehr warm beheizter Kachelofen laden ein zum gemütlichen Hinsetzen. Aber noch ist es nicht so weit.

Wir verlassen das Zimmer und sehen uns noch die oberen zwei Räume an, ein Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer mit eine großen Bücherwand. Mir wird ganz warm ums Herz. Hier möchte ich gerne einmal so richtig durchschmökern.

Dann gehen wir wieder hinunter ins Esszimmer. Es riecht überall nach Hühnersuppe und Kräutern. Mit großem Hunger setzen wir uns an den Tisch. Meine Schwester kommt mit dem dampfenden Topf aus der Küche und stellt ihn auf den Tisch.

20181126_kater_bearbeitetDa maunzt es am Fenster. Insgesamt hätten sie drei Katzen, erzählt meine Schwester. Und das sei jetzt der Schmusekater der Familie. Mein Schwager lässt ihn ins Zimmer und sogleich umschleicht er meine Schwester, er will gekrault werden. Aber erst einmal wird gegessen. Es mundet uns allen köstlich. Wir alle vier lieben Hühnersuppe mit Nudeln. Und nach dem Essen gibt es noch einen deftigen Zwetschkenschnaps.

Nun erinnere ich mich, dass der zweite Durchgang des Slaloms der Damen in Kürze starte und frage ob ich mir das ansehen könne. Früher hätte ich das nicht gewagt. Aber in meinem neuen Leben haben meine Bedürfnisse und Wünsche ein Sprachrohr bekommen. Ganz schaffe ich es nicht und entschuldige mich für meinen Wunsch, worauf alle meinen, es sei in Ordnung!

Wir wechseln das Zimmer. Meine Schwester hat eine Torte vorbereitet und wir trinken Tee dazu, während wir so halb quatschen und erzählen und halb den Slalom der Damen ansehen.

Und mittendrin liegt der Schmusekater längs ausgestreckt über dem Oberschenkel meiner Schwester. Sie krault ihm den Bauch, was er besonders liebt.

Mein Bruder macht ein Foto von dieser besonderen Idylle, damit wir uns später wieder gemeinsam an diesen schönen gemeinsamen Abend erinnern können.

 

© Sophie Atheo

OHRENSESSEL-GEDANKEN 13.18 – Kraft aus der Erinnerung

OHRENSESSEL-GEDANKEN 15.18 – Der erste Weihnachtsbaum


 

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ZITATE

ZITAT 22.18 – John Lennon

Hallo ihr Lieben Sonntagsgenießer!

Ich habe grade ein Buch zu lesen begonnen mit einem wunderbaren Titel: „Immer wenn ich den Sinn des Lebens gefunden habe, ist er schon wieder woanders“. Dieses Buch stammt von dem Philosophen Daniel Klein, Jahrgang 1939, der  in Harvard Philosophie studierte.

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Klappentextauszug:

… Daniel Klein führt uns in diesem Buch zu den Philosophen, die ihn als sinnsuchenden jungen Mann inspiriert haben. Nun, mit Anfang 80, unterzieht er die Überzeugungen von einst einer harten Prüfung, um am Ende herauszufinden, dass der Sinn des Lebens immer schon wieder woanders ist, sobald man ihn gefunden hat.

Gleich auf Seite 9 begegnet mir nun ein Ausspruch John Lennons, der mir sehr gut gefällt und den ich euch heute nicht vorenthalten möchte:

20180819_john_lennonDiese Worte gefallen mir in so ferne so gut, weil ich eine „Totalplanerin“ bin. Pläne schmieden ist eines meiner Lieblingsbeschäftigungen. Oft werde ich dann gefragt: „Ja, was ist, wenn die Pläne dann nicht eintreffen aufgrund irgendwelcher Umstände, die du vorher nicht weißt?“ Ja, dann wird einfach wieder angepasst und umgeplant. Ganz einfach. Da bin ich total flexibel. Heißt aber nicht, dass ich meine Pläne nicht gewissenhaft verfolge.

Ich finde es enorm wichtig im Leben, egal wie alt man ist, Pläne zu haben. Pläne, was man zu tun gedenkt, Pläne, wo man in einem Jahr, in fünf Jahren oder in zehn Jahren sein möchte, oder was man bis dahin geschafft haben möchte.

Am jeweiligen Jahresende sitze ich dann vor meinen (natürlich „schriftifizierten“) Plänen und lasse das Jahr Revue passieren und frage mich, was gut war, was nicht gut war, was ich erreicht habe, wo ich noch nachhaken muss, was ich verwerfen kann usw.

Ja, ich liebe das planen und es gibt mir irgendwie Sinn im Leben.

So, nun bin ich neugierig, was mir der Philosoph Daniel Klein so an Wissenswertem vermitteln kann.

Auch wäre ich sehr neugierig, wie das bei euch so ist? Vielleicht habt ihr Lust mir dazu ein paar Kommentare zu hinterlassen, die mich dann wieder auf neue Ideen bringen? Würde mich freuen, von euch zu lesen.

Ich vertschüsse mich nun in meinen geistigen Lesebereich.

Alles Liebe wünsche ich euch für den heutigen Sonntag und natürlich wünsche ich euch viele Erkenntnisse Richtung Lebenssinn.

Eure
Sophie


ZITAT 21.18 – Anthony Hopkins

ZITATENSAMMLUNG

ZITAT 23.18 – Kurt Tucholsky


 

ZITATE

ZITAT 21.18 – Anthony Hopkins

Hallo Ihr Lieben!

Endlich komme ich wieder mal dazu hier an meinem Blog ein bisschen weiter zu basteln. Die letzten Wochen waren nicht einfach. Leider hat sich auch mein Krebs nicht so gut entwickelt, wie das prognostiziert war. Aber was solls…

Das beste draus machen, mein Motto.

Folgendes Zitat von Anthony Hopkins gefällt mir in diesem Zusammenhang so gut:

20180815_zitat_anthony_hopkinsIn diesem Sinne freut es mich, dass ihr wieder bei mir vorbeigeschaut habt.
Lebt euren Tag so, als wäre er euer letzter und genießt ihn in vollen Zügen.

Dass euch das ein bisschen gelingt, das wünsche ich euch von Herzen.

Alles Liebe von Eurer
Sophie


ZITAT 20.18 – Hans Kruppa

ZITAT 22.18 – John Lennon


 

ZITATE

ZITAT 19.18 – Voltaire

 

Hallo und guten Abend liebe Zitatfreunde!

Heute sprechen mir folgende Zeilen aus der Seele:

20180615_zitat_voltaire

Dem habe ich heute nichts hinzuzufügen.

Mit den besten Wünschen für Gesundheit und
einen schönen Freitagabend verbleibe ich für heute.

Eure
Sophie


ZITAT 18.18 – Buddha

Zitatensammlung

ZITAT 20.18 – Hans Kruppa


 

 

 

OHRENSESSEL-GEDANKEN

OHRENSESSEL-GEDANKEN 9.18 – Wiederholungen

Tief in ihrem Ohrensessel versunken, die Augen geschlossen, denkt sie nach über die Lust an der Wiederholung.

Stundenlang kann sie sich ein einziges Musikstück immer und immer wieder anhören und verliert dabei nicht das Interesse daran. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass die Tonfolgen sie faszinieren. Und es muss sie gar nicht das gesamte Musikstück beeindrucken. Schon ein paar Töne im Stück können sie begeistern.

Auch beim Malen entdeckte sie diese Freude an der Wiederholung. Wobei … bei der Malerei … da tut sich im Wiederholungsprozess so einiges. Unter anderem verfeinert sich die Technik. Eine Idee birgt die nächste, und so fort.

Lange sinnt sie darüber nach, ob dieses stundenlange Wiederholen für sie wohl einen Lebenssinn darstellen könnte? Ist es etwa ihr Weg zu ganz tiefem Glücksempfinden, diese Wiederholungen dermaßen genießen zu können?

Sie beschließt, diese Gedanken und Gefühle wie einen kostbaren Schatz zu hüten…

 

© Sophie Atheo

OHRENSESSEL-GEDANKEN 8.18 – Dankbar

OHRENSESSEL-GEDANKEN 10.18 – Seneca


 

MUSIK

MUSIK 7.18 – Synthesizer – Dance Macabre

Hallo Ihr Lieben!

Hier wieder, wie ich es empfinde, ein Gustostückerl:

Das ist meine momentane Inspirationsmusik beim Malen :)

Ich wünsche allen einen schönen und inspirierenden Sonntagabend.
Alles Liebe von
Sophie


MUSIK 6.18 – Hubert von Goisern

MUSIK 8.18 – Paloma Faith