WORTE

WORT 3.18 – glauben

20180109_glauben_eingefuegtAussprache

[ˈɡlaʊ̯bən]

Bedeutungen

  1. etwas vermuten, annehmen, der Meinung sein
  2. Dinge, die objektiv nicht bewiesen sind, aufgrund innerer Überzeugung für wahr halten
  3. eine religiöse Überzeugung haben

Herkunft

Das Wort geht über die westgermanische Form ga-laub-on auf (ga)laubija („glauben“) zurück, das wiederum abgeleitet wurde von ga-lauba („vertrauenerweckend, zutraulich“).

Bereits in germanischer Zeit verwendeten die Menschen glauben als Ausdruck des Vertrauens in eine Gottheit, später dann auch in abgeschwächter Form „für wahr halten“ gebräuchlich (iSv „jemandes Aussage vertrauen, glauben“).

Als Ableitung entstand das Substantiv Glaube aus dem mittelhochdeutschen g(e)loube, dem althochdeutschen gilouba, und als Lehnübersetzung aus dem lateinischen creditor entstand im 15. Jahrhundert die Bildung Gläubiger für „jemanden, bei dem man Schulden hat“.

Synonyme

abnehmen, ahnen, annehmen, auffassen, bauen auf, denken, der Ansicht sein, erahnen, erwarten, finden, für richtig erachten, grübeln, meinen, mutmaßen, rechnen mit, schätzen, scheinen, trauen, vermuten, vertrauen, zählen auf, etc

Zitate / Sprichworte

Beim Realisten kommt nicht der Glaube aus dem Wunder, sondern das Wunder aus dem Glaube.
(Fjodor Dostojewski)

Der Glaube schwindet und es entsteht die Philosophie.
(Francesco de Sanctis)

Die größte Gewalt über einen Mann hat die Frau, die sich ihm zwar versagt, ihn aber in dem Glauben zu erhalten versteht, dass sie seine Liebe erwidere.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Gern glauben die Menschen das, was sie wollen.
(Julius Caesar)

Glaube heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist.
(Friedrich Nietzsche)

Man sollte doch auch nichts glauben, als was man mit Augen sieht!
(Johann Wolfgang von Goethe)

Persönlich

Glaube ist meine ganz persönliche Angelegenheit.

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Alle Quellen eingesehen am 9. Jänner 2018.

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