ZITATE

ZITAT 12.18 – Li-Tai-Po

Liebe Freunde des Zitats und ihr lieben Nachtschwärmer!

Nun habe ich doch dreißig Stunden fast in einem durch geschlafen. Wer hätte das gedacht, dass das noch möglich ist ;) , und, da bin ich natürlich jetzt wach und was schön ist, ich bin auch richtig guter Dinge, und das bringt mich zu meinem heutigen Zitat von Li-Tai-Po, einem chinesischen Dichter. Es geht um die Freude:

20180308_li_tai_po_freudeDieser Aussage kann ich nur zustimmen. Es sind die kleinen Freuden, die mein Leben so schön machen … da ein Lächeln, dort eine schöne Blume und hier ein wunderbar farbenfroher Vogel, oder auch einfach nur Dankbarkeit dafür, jeden Tag mehr als genug zum Essen zu haben… Ich könnte diese Liste noch um einiges weiter führen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich für die vielen Likes sehr herzlich bedanken, die mir immer wieder von dir/euch geschenkt werden. Was mich daran so freut, ist dein/euer Interesse an meinen Texten und Werken. Vielen Dank!

Seit ich diese „kleinen Dinge oder Freuden“ im Leben sehe (das war nicht immer so), finde ich das Leben unheimlich bereichernd und einfach nur schön.

Geben dir die kleinen Dinge im Leben auch so viel Freude wie mir?

Für heute alles Liebe und viel Freude für den kommenden Tag,
das wünscht dir von Herzen
Sophie


ZITAT 11.18 – Benjamin Mays

ZITAT 13.18 – Gotthold Ephraim Lessing


 

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OHRENSESSEL-GEDANKEN

OHRENSESSEL-GESCHICHTE 7.18 – Verlust

20180221_verlust_gedichtsausschnitt_r1Es ist vierzehn Uhr und Sophie sitzt in ihrem Ohrensessel. Vor sich und auf dem Glastischchen neben dem Ohrensessel liegen so an die hundert Papierblätter und Papierblättchen, zum Teil vergilbt, die anderen wieder schneeweiß, wieder andere blau liniert, grau kariert, oder auch ganz rot mit Halbzentimeterlinien geprägt. Jahrelang hatten sie einer Aufarbeitung geharrt und jetzt war diese Zeit gekommen.

Was haben alle aber gemeinsam? … Sie sind mit Wörtern, Sätzen, Satzgebilden und Buchstabenreihen versehen.

Da findet sich eine kindliche Handschrift, dort das Schriftbild einer alten Schreibmaschine mit dem „fliegenden“ Buchstaben ‚e‘ und ganz oben auf dem Stapel die Elefantenpapierrolle mit den handgeschriebenen Frakturbuchstabenfolgen. Ganz unten lugt ein A-Fünf-Notizbüchlein hervor. Als sie es in ihre Hände nimmt und aufschlägt, steht da in roter Schreibschrift, aufgeteilt auf zwei Seiten, Folgendes geschrieben:

Verlust

Dahin.
Wo hin?
Verloren,
weg,
Wertverlust!

Welt vor dir,
Welt neben dir,
Welt hinter dir,
Welt fort, weg,
Weltverlust!

Liebe da,
Liebe nah,
voll Liebe,
Vorliebe,
Liebe danach,
Liebe von dannen, weg,
Liebeverlust!

Freude innen,
Freude außen,
Freude draußen,
Freude verstorben,
weg, Freudverlust!

Freunde haben,
Freunde fühlen,
Freund lieben,
lieben Freund verloren, weg,
Freundverlust!

Leben intensiv,
Leben schön,
… nicht schön,
bedauerlich.
Freude, Freund,
Leben, Liebe,
Welt, Wert.
Fort!
Menschverlust!

Und da steht dann auch noch, dass dieses Gedicht von Sophie geschrieben wurde und zwar im Jahr 1990. Oh, war das lange her, fast dreißig Jahre. Ja, damals war sie ein komplett anderer Mensch gewesen, und sehr jung war sie noch.

Das Leben hatte sie geprägt … in beide Richtungen, positiv und auch nicht so gut … weiß sie heute.

Sie erinnert sich noch genau an den Moment, als sie diese Zeilen verfasst hatte. Damals hatte sie gerade eben eine ganz liebe und enge Freundin verloren. Sophie glaubte, alles richtig gemacht zu haben.

Der Meinung ist sie heute nicht mehr und es tut ihr jetzt sehr leid.

Traurig geworden, legt sie alle Zettel und das Büchlein wieder zurück in die Schachtel, aus der sie sie genommen hatte.

„Morgen mache ich weiter“, denkt sie…


OHRENSESSEL-GESCHICHTE 6.18 – Der Schneemann

OHRENSESSEL-GEDANKEN 8.18 – Dankbar


© Bild und Text Sophie Atheo