ZITATE

ZITAT 3.19 – Katharine Hepburn

 

Wunderschönen guten Morgen ihr Lieben!

Die letzten Tage musste ich mich etwas zurückziehen, um mit mir wieder ins Reine zu kommen. Der leicht psychotische Anflug, der mich bei meinem letzten Beitrag begleitet hat ist nun wieder vorbei.

Ich habe viel nachgedacht und nachgesurft über die Liebe. Und da fiel mir folgendes Zitat von Katharine Hepburn in die Hände, das mir sehr gut gefällt:

20190130_katharine_hepburnEs ging mir sehr viel über dieses Thema durch den Kopf. Die Scheidung von meinem Mann hat ihre Spuren hinterlassen. Dennoch möchte ich nicht in Unfrieden mit meiner Vergangenheit leben und die Liebe an sich verdammen. Wie Frau Hepburn schon sagt, ist die Bereitschaft zu geben ein Schlüssel zur Liebe.

Wichtig finde ich dabei, dass man in einer Beziehung nicht nur der Gebende ist. Meine Großmutter väterlicherseits sagte schon treffend: „Wenn jeder die Hälfte nachgibt, trifft man sich in der Mitte.“

Sie konnte sich sehr grämen, wenn sich zum Beispiel das Nachbarehepaar stritt. Und wenn sie dann wieder Hand in Hand am Haus zum Kirchgang vorbeizogen, freute sie sich mit ihnen ungemein. Sie war überhaupt sehr mitfühlend und hatte immer was zu geben. Ich werde nie ihr feines Lächeln und die freudigen Augen vergessen, wenn mein Vater und ich sie besuchten.

Nun wünsche ich euch allen einen Tag voll Liebe und Glück.
Alles Liebe
von Eurer
Sophie


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OHRENSESSEL-GEDANKEN 2.19 – Kara

Sophie zittert am ganzen Körper. Ein Gefühlschaos bemächtigt sich ihrer. Ganz plötzlich hat es eingesetzt. Da ist sie wieder. Ganz unwillkürlich war K. wieder aufgetaucht, mit einer Heftigkeit, die Sophie weit aus ihrer in den letzten Wochen erlangten Balance wirft.

Wochenlang ging es ohne sie. Aber jetzt ist sie plötzlich wieder da, mit all ihrem Weiß, ihrer Liebe zur Reinheit und Ordnung und zur Liebe.

Noch mehr erschreckt Sophie, dass sie nicht bewusst in ihre zweite Persönlichkeit geswitcht war. Das passierte von selbst.

Sophie versucht, sie nicht zu beachten, aber Kara ist dieses Mal zu stark. Kara tritt in den Vordergrund, sie will frei sein. Sie will eigenständig Macht über Sophies Körper. Und je länger Kara um Freiheit kämpft, desto mehr erhält sie diese Macht.

Sophie gibt nach, der Kampf ist aussichtslos heute für sie…

Kara übernimmt die Führung. Sie macht Pläne für die nächste Zeit. „Erst einmal musst du an Gewicht verlieren“, sagt sie zu Sophie. „Du weißt schon, wie das geht. Atypische Anorexie nannten die Ärzte es damals. Aber die hatten Unrecht. Sauberkeit, Reinheit und nebenbei Gewichtsverlust erreichst du nur, wenn du deinen Darm reinigst und zwar mit Abführmitteln. Dann fühlst du dich wieder weiß und sauber und vor allem gut.“

Erschrocken kämpft sich Sophie mit aller Kraft frei, drängt Kara zurück und schafft endlich den Switch wieder in sich zurück.

Doch der Gedanke bleibt. Sophie will an Gewicht verlieren und erinnert sich an längst vergangene Zeiten. Das ging damals so schön. Sie aß sehr wenig und setzte Abführpillen ein, damit das was sie aß so schnell wie möglich wieder den Körper verließ. Das funktionierte gut. Pro Woche verlor sie ein Kilo. Und sie fühlte sich sauber.

Aber bis heute war sie nicht rückfällig geworden.

Nur … am Sonntag beginnt ein neues Leben. Da zieht sie in ihre neue Wohnung ein. Dann wird sie frei sein von jeglichem menschlichen Einfluss und von jeglicher menschlicher Kontrolle und kann alles tun, wozu sie Lust hat, da sie in dieser Wohnung allein wohnen wird.

Niemand kann sie mehr kontrollieren und sollte es jemand versuchen, wird sie das zu verhindern wissen.

Dieser Gedanke lässt sie ruhig werden.

Niemand wird mehr Kontrolle über sie ausüben…

Ein Traum wird für sie zur Wirklichkeit werden.

 

© Sophie Atheo

OHRENSESSEL-GEDANKEN Übersicht


 

 

OHRENSESSEL-GEDANKEN

OHRENSESSEL-GEDANKEN 1.19 – So viel Hilfe

 

Ich liege auf dem Bett. Durch das Dachfenster berühren die Nachmittagssonnenstrahlen mein Gesicht. Ich bin ganz ruhig. Keine meiner Zellen vibriert so stark, dass es mich stören würde. Meine Augen sind geschlossen, aber ich schlafe nicht. Ich bin auch nicht müde.

Ich denke darüber nach, was in den letzten Monaten so passiert ist, und es ist sehr viel passiert.

Zum einen bin ich seit sechsten Dezember geschieden. Zum anderen bin ich von den Zeugen Jehovas ausgetreten. Dann bin ich von Wien nach Salzburg zu meinem Bruder gezogen. Und weil mein Ex-Mann enorm viel Geld auf meinen Namen ausgegeben hatte, musste ich Privatkonkurs anmelden. Ich habe eine Zeit lang in einem Frauenhaus verbracht. Und auch einen zweimonatigen Krankenhausaufenthalt konnte ich nicht verhindern. – Das alles innerhalb eines halben Jahres.

Und jetzt …

Jetzt geht es mir gut. Da waren so viele helfende Hände, die mir beistanden und mir unter die Arme griffen und mich unterstützten. Ich fühlte mich in keiner Minute allein gelassen.

Sicher war es manchmal sehr schwer unvorhergesehenen Situationen zu begegnen und sie zu meistern.

Es ist eigenartig, aber ich hatte so unglaublich viel Glück.

Da waren die Frauen aus dem Frauenhaus, die mir etwas gekocht haben, als ich so krank war. Ich war vom Putzdienst befreit. Die Leiterinnen des Frauenhauses bemühten sich mir meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, indem sie mit mir meine Situation besprachen und mir bei den Amtswegen halfen.

Da war eine sehr liebenswürdige Ärztin, die mich stationär im Krankenhaus aufnahm, als mir die Bestrahlungen zu viel wurden.

Eine andere Ärztin sah sich meine Medikation durch und fand, dass diese völlig veraltet war und überstellte mich in die Psychiatrie zur Tabletteneinstellung.

Dort war ein besonders einfühlsamer Arzt, der mir das Gefühl gab, mich zu verstehen. Meine bipolare Störung mit schwerer Depression hielt mich zu dieser Zeit gefangen, sodass ich einen Suizidversuch unternahm. Aber wieder wurde ich behutsam zurück ins Leben geführt. Besonders denke ich da an meine Psychotherapeutin, die es verstand, mir mit ihrer außergewöhnlichen Merkfähigkeit und Einfühlsamkeit wieder Lebensmut zu geben.

Da war meine Betreuerin aus dem Frauenhaus, die mich durch den gesamten Scheidungsprozess begleitete.

Da war mein Betreuer bei der Schuldnerberatung, der sogar veranlasste, dass man mich zur Tagssatzung begleitete.

Da war und ist jetzt mein Bruder, der mich als der Krankenhausaufenthalt zu Ende war, zu sich nahm, damit ich nicht wieder ins Frauenhaus zurück musste. Er holte auch mit mir meine Sachen aus der alten Wohnung nach Salzburg. Und er war und ist da, wenn ich mich nicht gut fühle oder wenn ich ihn anderweitig brauche. Er hat in seiner Wohnung ein Nebenzimmer in dem ich seit November wohnen darf.

Da sind jetzt meine Schwester und mein Schwager, die ich nach langen Jahren, wieder kennenlernen und lieben durfte und die vorübergehend meinen Hausrat bei sich im Haus lagern.

Da sind jetzt mein Vater und meine Stiefmutter, bei denen die Tür immer offen ist und die mich auch, wo sie können, unterstützen.

Da ist jetzt meine Hausärztin, die noch sehr jung ist, aber die sehr kompetent und freundlich ist.

Da ist jetzt meine Psychotherapeutin, mit der ich mich auf Anhieb verstand und die mich durch die nächsten Wochen begleiten wird.

Da ist jetzt eine Sprechstundenhilfe einer Gynäkologin, die mich trotz gegenteiliger Anweisung ihrer Ärztin noch aufnahm.

Da ist jetzt der Zahnarzt der mir hilft, meine Kieferprobleme in den Griff zu bekommen und mich sofort an seinen Kollegen weitervermittelte, da der auf derartige Probleme spezialisiert ist.

Da ist jetzt der Psychiater, der mir vor dem Termin bei ihm schon einen Brief geschrieben hat, dass er mich in seiner Ordination herzlich willkommen heißt und mir alle Informationen mitteilte, die ich für das erste Gespräch brauchen würde.

Da ist jetzt der Immobilienhändler, der mir sofort nach einer schon vergebenen Wohnung ein anderes Angebot machte und als ich zusagte, alle Formalitäten sehr sorgfältig, zuvorkommend und freundlich erledigte und noch erledigt.

Da ist jetzt meine liebe Freundin in Wien, mit der ich täglich telefoniere, und wir uns gegenseitig Mut zusprechen.

Und da sind die vielen Amtspersonen, die mir freundlich den Weg wiesen durch alle Formalitäten.

Und da sind noch andere…

Tiefe Dankbarkeit erfüllt mich für alle diese Hilfen, die ich erfahren durfte. Ich fühle mich geschützt und beschützt.

Es ist eine lange Liste geworden.

Und doch gibt es da einen kleinen Wermutstropfen: Meine gesamte Familie, ausgenommen meine Schwester und mein Schwager, glauben, dass Gott mir im Moment so stark hilft. Sie meinen, er ziehe mich so stark, dass ich wieder in die Glaubensgemeinschaft zurückkomme. Jedenfalls hoffen sie das.

Und da beginnt mein Zwiespalt.

Nicht dass sich meine Ansichten geändert hätten. Ich kann nach wie vor an keinen Gott in religiösem Sinne glauben. Viel eher könnte es für mich eine starke Macht geben, die über dem Universum steht. Aber das wissen wir nicht. Das kann man nur glauben und Glauben habe ich nur an das Reale, das was ich sehe und das was ich anfassen kann.

Ich bin sehr dankbar, dass meine Familie so für mich da ist.
Nur, so sehr ich sie liebe – das was sie sich von mir wünschen, kann ich ihnen nicht geben – die Rückkehr zu den Zeugen Jehovas.

Ich liege noch immer auf dem Bett, die Sonne ist längst weitergezogen.

Und ich denke, es gibt doch immer wieder Dinge, die man nicht ganz lösen kann. In meinem Fall braucht es nun viel Toleranz, Akzeptanz und vor allem auch Respekt. Und ich glaube, die Liebe, die in unserer Familie herrscht, wird das schaffen.

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OHRENSESSEL-GEDANKEN
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MOMENTAUFNAHMEN

MOMENTAUFNAHME 1.19

 

Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder einmal Zeit für mein persönliches Protokoll des heutigen Augenblicks:

Wie ist das so, gerade jetzt? Was beschäftigt mich?

Gerade jetzt, in diesem Augenblick…

  • denke ich… an meine Freundin Maria in Wien, die heute Geburtstag hat. Ich werde sie dann gleich anrufen, um ihr zu gratulieren.
  • freue ich mich… dass es nun nicht mehr lange dauert, bis ich in meine neue Wohnung einziehen kann. Am 22. Jänner ist Schlüsselübergabe!
  • habe ich Angst… vor einem Termin am Mittwoch.
  • mag ich… die wunderschöne Winterlandschaft, wenn ich aus dem Fenster blicke.
  • mag ich nicht… gerne mit meiner Arbeit stoppen … jeder Tag ist mir zu kurz, und dann muss zu oft die Nacht dran glauben. Das ist nicht gesund. Aber am schönsten ist es, in den Nachtstunden zu arbeiten.
  • fühle ich mich… etwas müde oder wie wir sagen etwas „übernachtig“.
  • trage ich… ein schwarzes T-Shirt und meine neue schwarze Relaxhose mit einem weißen Streifen auf der Seite.
  • brauche ich… bald etwas zu essen. Hab‘ heut noch gar nicht gefrühstückt.
  • höre ich… Marla Glen.
  • lese ich… „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante.
  • trinke ich… zu wenig.
  • vermisse ich… eigentlich nichts.
  • schaue ich… auf YouTube eine Reportage über „Marla Glen“ (lief auf arte.tv):
  • träume ich… nicht viel … ich lebe zur Zeit meine Träume oder bewege mich darauf zu.
  • bin ich sehr dankbar dafür, dass… mein Leben im Moment von so viel Glück erfüllt ist.
  • ist mein nächstes Ziel… täglich ein bisschen Französisch zu lernen. Diese Sprache hat mich schon immer fasziniert und mit Hilfe der App „Duolingo“ geht das wunderbar.
  • male ich… einen Ausschnitt aus einem Kornfeld mit Kornblumen, Mohn und Margeriten.
  • häkle ich… wieder an meiner Granny-Squares-Decke.
  • suche ich… immer wieder nach inspirierender Musik…

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So viel für heute!

Alles Liebe
von Eurer
Sophie


MOMENTAUFNAHMEN

ZITATE

ZITAT 2.19 – Walt Disney

 

Hallo Ihr Lieben, wieder mal zu später Stund‘!

Ich hoffe, Ihr hattet einen möglichst angenehmen Tag. Das ist gar nicht so sicher bei diesem Schneegestöber. Wir hier in Salzburg sind völlig eingeschneit. Und die Winterdienste sind pausenlos im Einsatz. Hier ein Dankeschön an die vielen Helfer.

Heute habe ich ein wunderbares Zitat von Walt Disney, von dem ich überzeugt bin, dass es wahr ist:

20190110_walt_disney

Disney wusste wovon er sprach!

Nun noch eine gute und geruhsame Nacht euch allen!

Ganz liebe Grüße
von Eurer
Sophie

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ZITAT 1.19 – Kurt Tucholsky
Zitatensammlung
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