PHILOSOPHIE

PHILOSOPHIE 2.18 – Was heißt Philosophie?

Hallo Ihr Lieben!

Wie schon in meinem letzten Beitrag zur Philosophie erwähnt, ist es nicht leicht in dieses Reise- oder Wissensgebiet zu starten. Das „Wo fange ich an?“ begleitet mich schon seit einigen Tagen. Nun habe ich einen, ich denke, für mich und vielleicht auch für dich ganz guten Einstieg gefunden:

Ich beginne mit einem Ausspruch Voltaires, der einiges beinhaltet:

„Aristoteles hatte ganz recht [sic], wenn er sagte, Zweifel sei der Weisheit Anfang.“

In diesem Zitat ist meiner Meinung nach folgendes enthalten:

  1. Bezug auf die Geschichte der Philosophie
    durch die Erwähnung Aristoteles‘ (Philosoph, Naturforscher und Schüler Platons) und
    dadurch, dass es sich um einen berühmten französischen Philosophen der Aufklärung handelt, der diese Aussage gemacht hat.
  2. Voltaire gibt Aristoteles Recht bzw er bestätigt ihn.
  3. Voltaire spricht mit den Worten „der Weisheit Anfang“ die Philosophie an.
  4. Es gibt einige Kräfte, die den Anstoß zum Philosophieren in sich tragen oder trugen, unter anderem ist es der Zweifel.

—–

 

Punkt 3 führt gedanklich zur Bedeutung oder Herkunft des Wortes Philosophie:

Der Begriff Philosophie kommt aus dem Griechischen und heißt einfach ausgedrückt „Liebe zur Weisheit“. Das Verb „philein“ heißt „lieben“; „sophía“ bezeichnet das Wissen, das Tugend und Lebenskunst einschließt.

Anzenbacher schreibt in seiner Einführung in die Philosophie (S 16):

„Schon PYTHAGORAS (um 580 – 500) soll das Wort verwendet haben. HERAKLIT VON EPHESUS (um 540 – 480) spricht von Philosophen. Erst SOKRATES (470 – 399) gab dem Namen eine Bedeutung, die geschichtsmächtig wurde. In einem Dialog zwischen Sokrates und der weisen Diotima charakterisiert PLATON (427 – 347) Philosophie als Liebe zur Weisheit, indem er die Liebe zum Wahren, Guten und Schönen im Dämon Eros personifiziert…“

Entsprechend ist der Philosoph ein „Freund der Weisheit“. (Weitere tiefer gehende Ausführungen finden sich unter: https://www.dwds.de/wb/Philosophie.)

—–

Punkt 4 – Die Antriebe des Philosophierens oder der Ursprung der Philosophie:

Allem zugrunde liegt die ERFAHRUNG. Erfahrung ist der Ausgangspunkt oder Ursprung allen Philosophierens, darüber herrscht unter den Philosophen weitgehend Übereinstimmung.

Diese Erfahrungswelt nimmt der Mensch nicht einfach hin. Er ist verwundert und stellt FRAGEN nach dem Grund. Warum ist etwas? Was verbirgt sich hinter den Erscheinungen? Warum leben wir? Was treibt uns an? … In dem Moment, in dem wir uns derartige Fragen stellen, verliert das alltägliche Da-Sein oder In-Der-Welt-Sein seine Selbstverständlichkeit und Vertrautheit. Und damit beginnt die Philosophie.

—–

Es folgen laut dtv-Atlas (S 10) STAUNEN, ZWEIFEL, SINNFRAGEN, TODESBEWUSSTSEIN, FOLGEN DER INSTINKTREDUKTION und der WILLE ZUR AUFKLÄRUNG.

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Dies alles sind Kräfte oder Antriebe, die zum Philosophieren führen!


Quellen : siehe Beitrag PHILOSOPHIE 1.18 – Literaturliste

zur Übersicht


In meinem nächsten Beitrag werde ich näher auf diese Kräfte eingehen.

So viel für heute. Ein Anfang ist gemacht.
Für Anregungen, Ergänzungen oder auch Korrekturen bin ich dankbar.
Danke fürs Lesen.

Alles Liebe
von
Sophie


PHILOSOPHIE 1.18 – Literaturliste

PHILOSOPHIE 3.18 – Das Staunen


 

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11 Gedanken zu „PHILOSOPHIE 2.18 – Was heißt Philosophie?“

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