ZITATE

ZITAT 5.17 – Nagib Machfus

Hallo und schönen guten Abend!

Heute habe ich ein sehr interessantes Zitat gefunden:

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NAGIB MACHFUS war ein ägyptischer Schriftsteller. Gelebt hat er von 1911 bis 2006 in Kairo. Auf Wikipedia ist zu lesen:

Er galt als einer der bedeutendsten Autoren seines Landes und als einer der führenden Intellektuellen der arabischen Welt. 1988 wurde er als erster arabischsprachiger Autor mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.


Ich wünsche dir einen schönen Leseabend mit viel Denkkraft.
Herzlichst
Sophie

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MUSIK

MUSIK 3.17 – André Rieu – Boléro (Ravel)

Ein Highlight meiner Entdeckungsreise heute!

Bemerkenswert finde ich die Leidenschaft und höchste Konzentration der einzelnen Musiker samt ihrem Dirigenten mit der sie diese wundervollen Töne gemeinschaftlich zaubern…


Wunderschönen Abend wünscht
Sophie

OHRENSESSEL-GEDANKEN

OHRENSESSEL-GESCHICHTE 3.17 – Der andere Weihnachtsabend

20171224_erloschene_kerzeDas geschäftige Treiben und Vorbereiten der Menschen für den Heiligen Abend nahm sie aus der Ferne wahr. Aus der Ferne, das heißt, sie beobachtete die emsig hin und her laufenden Menschen von ihrem Fenster aus. Da wurde noch alles geputzt und geschmückt, Bäumchen mit Lichter versehen und Frohe Weihnacht gewünscht.

Und nun ist es so weit. Der Heilige Abend ist da.

Sie sitzt in ihrem Ohrensessel. Es ist still um sie herum. Auch draußen ist es still. Kein Laut kommt an ihre Ohren. Nur das Summen der vergehenden Zeit, das hört sie … seit einigen Tagen. Immer wenn es ganz still ist um sie herum, hört sie es.

Da dringt urplötzlich eine harte Männerstimme an ihr Ohr.

Starr vor Schreck klammert sie sich mit beiden Händen an die Armlehnen ihres Sessels. „Nein!“ denkt sie. „Heute nicht.“ Aber, da waren sie schon da die Bilder, in all ihrer Heftigkeit. Die Bilder von dem Mann, der ihr zwölf Jahre ihres Lebens und ihre Jugend gestohlen hatte.

Er war ein feiner Herr nach außen. Gebildet, umgänglich, wohlerzogen und -angezogen. Ja, das war er nach außen.

Aber seine Seele war schwarz. Das war so eine subtile Schwärze, die er meisterhaft verstand zu verkleiden und als anziehendes Licht darzustellen. Und sie war die dumme Fliege, die sich davon blenden ließ. Immer wieder ließ sie sich von dieser vermeintlich wohligen Wärme anziehen um sich dann an seinem Eis ihren Körper zu verbrennen.

Er hatte ihren Körper, ihre Seele und ihr Denken für seine eigenen Zwecke ge-, ver- und missbraucht.

Das war möglich, weil sie unwissend war. Das war sie wirklich, war sie doch fast gänzlich abgeschieden und eingesperrt aufgewachsen. Ihre Eltern, die nur ihre eigenen Interessen verfolgten, hatten es versäumt, sie auf das Leben vorzubereiten. Als sie vier Jahre alt war, entschieden sie sich, dem Gedankenkonstrukt einer Gemeinschaft beizutreten, das das gesamte Leben samt Denken reglementierte und vorschrieb. In diesem Gedankenkonstrukt war auch kein Platz für Weihnachten.

Und das alles wusste der feine Herr. Er wusste, dass sie bewusst noch nie Weihnachten gefeiert hatte.

Da sie so gesellschaftsfern aufgewachsen war, war sie bei seinen Eltern nicht willkommen. Diesen Umstand versuchte er nie zu ändern. Im Gegenteil. Als sie ihren Wunsch äußerte, gerne Weihnachten im Kreise seiner Familie verbringen zu wollen, lächelte er ihr leicht amüsiert ins Gesicht und sagte mit harter Stimme:

„Du hast kein Recht auf Weihnachten!“.

Still und regungslos sitzt sie da in ihrem Ohrensessel und lässt es einfach passieren, dieses Hämmern dieser Worte in ihrem Kopf. Langsam verhallen diese harten Worte.

Und langsam kehrt sie wieder in die Gegenwart zurück.

Sie nimmt sich vor, bis zum nächsten Jahr zu überlegen, wie sie in Zukunft Weihnachten erleben möchte.

Was sie positiv mit dieser besonderen Zeit im Jahr verbindet, ist die Besinnlichkeit, die mit dem Wort Weihnachten verbunden ist.

Da wird sie anknüpfen, an der Besinnlichkeit…


OHRENSESSEL-GESCHICHTE 2.17 – Der bewusste Augenblick

OHRENSESSEL-GESCHICHTE 4.18 – Beunruhigt


© Text und Bild Sophie Atheo

 

BÜCHER

BUCH 1.17 – „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry (Teil 2)

Hallo ihr Lieben!

Oh, ich bin so berührt von meiner Reise in die Gedankenwelt von Antoine de Saint-Exupéry. So viel habe ich entdeckt und so viel zum Teil längst Verlorengeglaubtes habe ich wieder gefunden. Diese Geschichte hinterlässt bei mir einen tiefen Eindruck, wobei ich auch sicher bin, dass ich jetzt beim erstmaligen Durchlesen die Tragweite von einigen Textstellen gar nicht erfassen konnte.

Nun möchte ich diese Geschichte nicht in klassischem Sinne rezensieren oder analysieren. Das haben schon viele Leute zu Hauf vor mir gemacht. Auch halte ich eine Art „Bewertung“ in Form von Punkteanzahl oder ähnliches für nicht angebracht. Ich beschreibe und halte lediglich fest, was oder welche Textstellen meine Seele im meinem tiefen Inneren angerührt, bewegt oder beeindruckt haben.

Also… Weiterlesen „BUCH 1.17 – „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry (Teil 2)“

BÜCHER

BUCH 1.17 – „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry (Teil 1)

20171219_100258Hallo lieber Bücherfreund!

Ich bin mitten in meiner Reise von der Vergangenheit und Zukunft in die Gegenwart. Der Kurs dieser Reise verläuft zeitlich nicht linear, er verläuft im Zick-Zack. Das heißt, ich habe die Fähigkeit in der Zeit zu reisen. Das heißt auch, dass sich nicht nur das Etappenziel laufend ändert, sondern auch der Ausgangspunkt.

Ausgangspunkt heute ist die Vergangenheit. Und am Ende dieser heute begonnenen Reise erwartet mich das Wissen um den Inhalt eines Buches, das mir schon begegnete, als ich noch sehr jung war.

Ich war glaube ich so zweiundzwanzig Jahre alt, als ich zum ersten Mal vom kleinen Prinzen hörte. Da ich damals sehr beschäftigt war, landete dieses Buch erst einmal auf meiner Bücherwunschliste. Ich war wirklich sehr beschäftigt, da ich sehr intensiv lebte. Damals blieb fast keine Zeit zum Bücherlesen.

Das zweite Mal begegnete mir das Buch materiell so ganz zufällig bei einem Besuch in einer Buchhandlung. Und da ich Beschreibungen wie „Jahrhundertwerk“ und „Jahrhundertmärchen“ in Erinnerung hatte, kaufte ich es.

Leider war ich immer noch sehr beschäftigt und so landete es in meinem Regal ungelesener Bücher und es schlief und wartete dort wieder mehrere Jahre. Ich wollte dieser Geschichte gebührende Aufmerksamkeit schenken, ohne abgelenkt zu sein. Und das war ich lange Jahre – abgelenkt. Und ich war gefangen in Denkschleifen, die es mir nicht erlaubten tiefer in fremde Gedankenwelten einzutauchen. Ich hatte diese Art zu Reisen noch nicht gelernt. Zuerst musste ich meine mir eigenen Gedankenketten sprengen, um für dieses Eintauchen in ein anderes Gedankengut bereit zu sein. Ja, das wusste ich damals schon, dass dem so war.

Das Schlimme was dann kam, trennte mich wieder von Dem kleinen Prinzen.

Weiterlesen „BUCH 1.17 – „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry (Teil 1)“

WORTE

WORT 1.17 – Geduld

Aussprache

[ge‘dʊlt]

Bedeutung

Fähigkeit, auf etwas länger zu warten

Fähigkeit, etwas ruhig und ohne Murren zu ertragen, mit Nachsicht zu dulden [3]

Geduld ist die Bereitschaft, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduld bringt auch jemand auf, der Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt. [1]

Herkunft

Geduld geht auf das urgermanische Verbalabstraktum ga-thuldis zurück. Das Verb ist längst verloren gegangen. Es hatte vermutlich die indogermanische Verbwurzel tol bzw. tla (tragen, ertragen). Man findet die Wurzel im lateinischen Verb fero, tuli, latum (aus ferre), das bringen und tragen bedeutet. Auch die griechischen Wörter tlänai (ertragen), tolman (wagen) und polytlas (standhaft) gehören in diesen Kontext. [2]

Synonyme

Ausdauer, Beharrlichkeit, Beharrungsvermögen, Beständigkeit, Durchhaltevermögen, Durchstehvermögen, Engelsgeduld, Hartnäckigkeit, Kondition, Nachsicht, Unbeirrbarkeit, Unermüdlichkeit, Verbissenheit, Zähigkeit; (gehoben) Langmut; (umgangssprachlich) Lammsgeduld; (umgangssprachlich scherzhaft) Sitzfleisch [5]

Zitate / Sprichworte

Man braucht sehr viel Geduld um diese zu lernen.
(Kurt Tucholsky)

Als die Geduld verteilt wurde, bin ich gegangen.
Hat mir zu lange gedauert.
(visualstatements.net)

Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld. Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe. (Hermann Hesse) [4]

Persönlich

Das Ausmaß meiner Geduld hängt ab von dem Sachverhalt auf den ich sie anwenden soll.

Quellen

[1] https://de.wiktionary.org/wiki/Geduld#cite_note-1

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Geduld

[3] https://www.dwds.de/wb/Geduld

[4] https://de.wikiquote.org/wiki/Geduld

[5] https://www.duden.de/rechtschreibung/Geduld