OHRENSESSEL-GESCHICHTEN

OHRENSESSEL-GESCHICHTE 6.18 – Der Schneemann

20180118_schneemann_openS. sitzt vor ihrem Laptop und starrt den Bildschirm an. … Es fällt ihr schwer, einen klaren Gedanken zu fassen…

Aber gerade deshalb, weil sie so schwer die Kontrolle über ihre Gedanken gewinnt, hatte sie sich entschlossen, zu versuchen, diese in ihrem Tagebuch festzuhalten. Sie denkt sich, wenn sie eine Art Brainstorming macht, kann sie ihre Gedanken über das geschriebene Wort visualisieren und damit ihre anderen Sinne ins nachfolgende Ordnen mit einbeziehen.

Sie schließt die Augen und konzentriert sich auf ihren inneren rasenden Gedankenfluss. Behutsam schiebt sie K. und Amy beiseite, die sich ihr aufdrängen, und sie locken, in sie hinein zu switchen. Das wäre jetzt um so vieles angenehmer. Aber S. war sich bewusst geworden, dass ihr dieses Weg-Switchen zur Gefahr geworden war. Mit all ihrer Gedankenkraft geht sie in sich, vorbei an der dunklen Gestalt und beobachtet die Bilder, die sich ihr nun eröffnen.

Im Moment sind nur vorbeiflitzende Bilder zu erkennen und nicht deren Inhalt. Mit jedem Bild, das vorbeidriftet überfällt sie ein anderes Gefühl. Unfähig, auf den Bilder- und Gefühlsstrom Einfluss zu nehmen, lässt sie passieren, was grade geschieht. Schwindel erfasst sie…

„Ein Schritt zurück“, schießt es durch ihren Kopf. Vielleicht lässt sich dann etwas Konkretes erkennen. Aber sie steht wie angewurzelt in ihrer Innenwelt vor dem Bilderkarussell und kann sich nicht bewegen. Ein tiefer Schmerz überkommt sie … fährt ihr durch den gesamten Körper… sie erschrickt bis ins Mark … „Wo ist K.? Wo ist Amy? … Hilfeee!“ schreit es in ihrem Inneren. Sie schafft es, sich umzuwenden…

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ZITATE

ZITAT 7.18 – Richard David Precht

Schönen guten Tag ihr Lieben!

Mein heutiges Zitat habe ich aus dem Buch WER BIN ICH und wenn ja, wie viele?, Eine philosophische Reise von Richard David Precht, das ich aktuell lese…

20180116_zitat_prechtDiese Aussage spricht mir zutiefst aus meiner Seele…

Wie ist das bei dir? Was ist dein Geheimnis eines erfüllten Lebens?

Vielleicht hast du Lust, das hier zu teilen?

Ganz lieben Gruß und einen möglichst erfüllten Tag
wünscht dir
Sophie


ZITAT 6.18 – Jochen Mariss


 

OHRENSESSEL-GESCHICHTEN

OHRENSESSEL-GESCHICHTE 5.18 – Seelenschwarzweiß

20180111_voltaire_bild_oeDer Handywecker schrillt. Es ist vierzehn Uhr.

Erschrocken schaut S. böse auf den Störenfried. Schnell setzt sie sich auf. Sie hatte bis gerade eben noch ganz vertieft in einem ihrer Jugendbücher gelesen. S. seufzt, es war so gemütlich gewesen an der Nordsee in dem kleinen Fischerhäuschen. Und Kalle, den sie gleich erwartete, um das Watt kennenzulernen…

„Ach, ja“, denkt sie, „Ohrensessel-Zeit…“

Widerwillig legt S. ihr Buch auf das Nachtkästchen. Diese Ohrensessel-Zeit ist ihr beim letzten Mal sehr nahe gegangen. Aber, S. hatte sich vorgenommen, ihren Tagesplan einzuhalten.

Obwohl … eigentlich sind ihr im Moment alle Arten von Fesseln zuwider. Und zwar deshalb so zuwider, weil sie, egal in welche Richtung sie denkt, an Grenzen stößt. Zum einen an die Grenzen der eigenen Denkfähigkeit, zum anderen an harte Mauern der gewachsenen Denkverbote und konstruierten Wahrheiten, denen S. gelernt hat eine nur für sie schlüssige Logik als Beweis zugrunde zu legen. Heute empfindet S. diese Wahrheiten als Gedanken-Konstrukte, die verhindern, dass der logische Menschenverstand einsetzt bzw irgendetwas hinterfragt oder kritisch angesehen wird.

„Nein … heute wird der Ohrensessel frei bleiben“, denkt S.

Sie legt sich wieder zurück und kuschelt sich unter ihre Decke. In ihrem Inneren herrscht Chaos. K. hatte sich wieder stark gemeldet und sie minutenweise in eine unglaublich schöne weiße Welt gelockt. S. hatte K. mit Erfolg widerstanden und hat es sich nicht erlaubt, K. zu folgen. Gelungen war S. das nur mit der Hilfe von sehr starken Medikamenten und ihrem eisernen Willen. Der Arzt hatte ihr gesagt, sie dürfe über K. nicht als Person reden, K. sei nur eine Seite von S. Verwirrt versuchte und versucht S. diesen Erwartungen gerecht zu werden, mit mäßigem Erfolg. S. verstand und versteht nicht, warum K. nicht sein darf. Von Amy, dem Kind, und von der dunklen Gestalt hatte sie noch gar nichts erzählt.

S. mag S. nicht. S. hat eine schwarze Seele und einen beschmutzten Körper, der sie Hässliches fühlen lässt. S. hat Sachen gesehen und erfahren, an die sie sich nicht mehr erinnern will. Leider passiert das immer wieder, dieses Erinnern. … Aber sie hat ja K. ….. S. kann das gut … das Hinein-Switchen in K. Weiterlesen „OHRENSESSEL-GESCHICHTE 5.18 – Seelenschwarzweiß“

MUSIK

MUSIK 4.18 – Dimash Kudaibergenov

Außergewöhnliche Stimme aus Kasachstan…

 

Diva Dance aus dem Film „Das fünfte Element“…

 

Das Original aus „The 5th Element“ – Diva Dance

 

Was man nicht alles findet, wenn man nicht zu Regelzeiten schlafen kann…  😉
Alles Liebe heute allen Nachtschwärmern
von eurer
Sophie

WORTE

WORT 3.18 – glauben

20180109_glauben_eingefuegtAussprache

[ˈɡlaʊ̯bən]

Bedeutungen

  1. etwas vermuten, annehmen, der Meinung sein
  2. Dinge, die objektiv nicht bewiesen sind, aufgrund innerer Überzeugung für wahr halten
  3. eine religiöse Überzeugung haben

Herkunft

Das Wort geht über die westgermanische Form ga-laub-on auf (ga)laubija („glauben“) zurück, das wiederum abgeleitet wurde von ga-lauba („vertrauenerweckend, zutraulich“).

Bereits in germanischer Zeit verwendeten die Menschen glauben als Ausdruck des Vertrauens in eine Gottheit, später dann auch in abgeschwächter Form „für wahr halten“ gebräuchlich (iSv „jemandes Aussage vertrauen, glauben“).

Als Ableitung entstand das Substantiv Glaube aus dem mittelhochdeutschen g(e)loube, dem althochdeutschen gilouba, und als Lehnübersetzung aus dem lateinischen creditor entstand im 15. Jahrhundert die Bildung Gläubiger für „jemanden, bei dem man Schulden hat“.

Synonyme

abnehmen, ahnen, annehmen, auffassen, bauen auf, denken, der Ansicht sein, erahnen, erwarten, finden, für richtig erachten, grübeln, meinen, mutmaßen, rechnen mit, schätzen, scheinen, trauen, vermuten, vertrauen, zählen auf, etc

Zitate / Sprichworte

Beim Realisten kommt nicht der Glaube aus dem Wunder, sondern das Wunder aus dem Glaube.
(Fjodor Dostojewski)

Der Glaube schwindet und es entsteht die Philosophie.
(Francesco de Sanctis)

Die größte Gewalt über einen Mann hat die Frau, die sich ihm zwar versagt, ihn aber in dem Glauben zu erhalten versteht, dass sie seine Liebe erwidere.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Gern glauben die Menschen das, was sie wollen.
(Julius Caesar)

Glaube heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist.
(Friedrich Nietzsche)

Man sollte doch auch nichts glauben, als was man mit Augen sieht!
(Johann Wolfgang von Goethe)

Persönlich

Glaube ist meine ganz persönliche Angelegenheit.

Tieferes Wissen auf folgenden Seiten

Alle Quellen eingesehen am 9. Jänner 2018.

MOMENTAUFNAHMEN

MOMENTAUFNAHME 1.18

Wunderschönen Sonntagmorgen wünsche ich!

Heute möchte ich die Idee von Sonja aufgreifen, die mir sehr gut gefällt. Sie bloggt unter lebenundspassdabei.net. Bei dieser Idee handelt es sich um eine Art persönliches Protokoll des Augenblicks.

Und das sieht folgendermaßen aus:

Wie ist da so, gerade jetzt? Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich?

Gerade jetzt, in diesem Augenblick…

  • denke ich… an den morgigen Tag, der voll ist mit Terminen
  • freue ich mich über… meinen Glasschlüsselanhänger der eine weiße Rose beinhaltet, die man rot beleuchten kann; das ist ein Geschenk von meinem Mann20171230_glasrose_mit_schattierung
  • mag ich… meinen Moleskine Peanuts Taschenkalender
  • mag ich nicht… den schneelosen Tag – es ist fast Mitte Jänner und wir hatten noch nicht einmal annähernd eine schneebedeckte Wiese
  • fühle ich mich… noch etwas müde von der Lesenacht, an der ich auf BücherTreff.de teilgenommen habe
  • trage ich… einen geblümten Pyjama
  • brauche ich… noch einen Kaffee
  • höre ich… Katie Melua „Spiders Web“
  • mache ich… mir gleich ein Schaumbad
  • lese ich… Kate Chopin „Das Erwachen“
  • trinke ich… Kaffee und gespritzten Hollundersaft
  • vermisse ich… eigentlich gar nichts
  • schaue ich… das Filmdrama „Molière“ 1978 auf oneHD
  • träume ich… von einem Urlaub an der Nordsee
  • bin ich dankbar für… das Gefühl, ein Maximum an Freiheit erreicht zu haben
  • bin ich glücklich, weil… mir im letzten Urlaub mein Mann das Fischen beigebracht hat
  • häkle ich… eine Granny Square Tagesdecke
  • suche ich… ein effektives MindMap-Programm für diverse Planungen

Soweit, ein kleiner persönlicher Einblick – habt einen schönen Tag
mit möglichst vielen Augenblicken der Freude!

Alles Liebe
Sophie